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Vergleich

Uhrenbeweger ja oder nein? Beweger gegen Aufziehen von Hand

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Wer mehr als eine Automatikuhr besitzt, kennt das: Die Uhr, die ein paar Tage in der Schublade lag, ist stehen geblieben und muss neu gestellt werden. Ein Uhrenbeweger verspricht Abhilfe. Diese Seite erklärt, was ein Beweger tut, welche Mythen sich halten, für wen er sich wirklich lohnt und wann Aufziehen von Hand die einfachere Lösung ist. Dazu finden Sie eine Gegenüberstellung beider Wege und Hinweise, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Was ein Uhrenbeweger macht

Ein Uhrenbeweger ist eine kleine Box mit einem Motor, der eine Halterung für die Uhr dreht. Die Drehung bewegt den Rotor im Automatikwerk, genau wie Ihr Handgelenk beim Tragen. So bleibt die Zugfeder gespannt und die Uhr läuft weiter.

Gute Beweger drehen nicht ununterbrochen. Sie arbeiten in Intervallen mit Pausen und lassen sich auf eine bestimmte Zahl von Umdrehungen pro Tag (englisch Turns per Day, kurz TPD) und auf die Drehrichtung einstellen. Wie Sie die richtigen Werte für Ihre Uhr finden, erklärt die Anleitung Uhrenbeweger einstellen.

Mythen und Fakten

Der wichtigste Punkt: Ein Uhrenbeweger ist eine Komfortlösung. Er ist kein Pflegegerät, das die Lebensdauer einer Uhr verlängert.

  • Mythos: Stillstand schadet dem Werk. Moderne Uhrenöle verharzen nicht, nur weil die Uhr einige Tage oder Wochen steht. Ein Werk, das liegt, verschleißt sogar weniger.
  • Mythos: Ein Beweger ersetzt den Service. Nein. Auch eine dauerhaft bewegte Uhr braucht nach Herstellerempfehlung eine Revision, grob alle fünf bis zehn Jahre.
  • Mythos: Zu viele Umdrehungen überdrehen die Feder. Automatikwerke haben eine Rutschkupplung an der Zugfeder. Überdrehen ist nicht möglich, unnötig viele Umdrehungen verursachen aber zusätzlichen Verschleiß am Aufzug.
  • Fakt: Ein Beweger spart Zeit beim Stellen und schont die Krone, weil Sie sie seltener benutzen.

Wann sich ein Beweger lohnt

Am meisten profitieren Sie bei Uhren mit Komplikationen, die sich nur mühsam stellen lassen. Ein Ewiger Kalender berücksichtigt Monatslängen und Schaltjahre. Bleibt er stehen, kann das Nachstellen von Datum, Monat und Mondphase lange dauern und muss in einer bestimmten Reihenfolge erfolgen. Ähnliches gilt für Jahreskalender und Mondphasenanzeigen.

Auch wer mehrere Automatikuhren im Wechsel trägt, spart sich mit einem Beweger das ständige Stellen. Bei zwei bis vier Uhren, die regelmäßig ans Handgelenk kommen, ist ein Doppel- oder Viererbeweger praktisch. Eine Auswahl finden Sie unter Uhrenbeweger für 2 Uhren und Uhrenbeweger für 4, 6 und 8 Uhren.

Wann Aufziehen von Hand reicht

Besitzen Sie eine einzelne Automatikuhr mit Datum und tragen Sie sie fast täglich, brauchen Sie keinen Beweger. Bleibt die Uhr nach dem Wochenende stehen, ziehen Sie sie mit einigen Kronenumdrehungen auf, stellen Zeit und Datum und legen sie an. Das dauert eine Minute.

Werke mit langer Gangreserve, etwa 70 bis 80 Stunden, überbrücken ohnehin ein Wochenende. Bei Uhren ohne Handaufzug bringen Sie das Werk durch leichtes Schwenken in Gang. Wie das geht, steht in Automatikuhr aufziehen. Wer Uhren länger nicht trägt, findet in Automatikuhr richtig lagern Hinweise zur Aufbewahrung.

Uhrenbeweger und Handaufzug im Vergleich

Beide Wege sind für das Werk unbedenklich. Die Entscheidung hängt vor allem davon ab, wie viele Uhren Sie besitzen und wie aufwendig sie zu stellen sind.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Achten Sie bei sehr günstigen Modellen darauf, ob sich Programme wirklich frei einstellen lassen. Manche Geräte bieten nur einen festen Modus.

  • Einstellbare TPD und Drehrichtung, damit Sie den Beweger an die Angaben Ihres Uhrenherstellers anpassen können.
  • Ein Motor pro Uhr, wenn Sie Uhren mit unterschiedlichen Anforderungen gleichzeitig bewegen wollen.
  • Leiser Motor, wenn der Beweger im Schlafzimmer steht.
  • Passende Kissen für große Uhren oder schmale Damenuhren.
  • Abstand zu Lautsprechern und Magneten. Gute Beweger schirmen den Motor ab, trotzdem sollte die Box nicht direkt neben Lautsprechern stehen.

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Häufige Fragen

Was ist ein Uhrenbeweger? Eine motorisierte Box, die Automatikuhren dreht, damit ihr Rotor die Zugfeder spannt und die Uhr weiterläuft, während Sie sie nicht tragen.

Schadet ein Uhrenbeweger der Uhr? Richtig eingestellt nicht. Zu viele Umdrehungen verursachen etwas mehr Verschleiß am Aufzug, überdrehen kann die Feder aber nicht.

Brauche ich für eine Quarzuhr einen Uhrenbeweger? Nein. Quarzuhren und Solaruhren profitieren nicht davon. Auch Uhren mit reinem Handaufzug ziehen sich im Beweger nicht auf.

Sollte die Uhr im Beweger rund um die Uhr drehen? Nein. Programme mit Pausen und einer passenden Zahl an Umdrehungen pro Tag sind schonender. Die Werte für Ihr Werk stehen oft beim Uhrenhersteller.

Was Sie dafür brauchen