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Anleitung

Automatikuhr und Metallband reinigen

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Schweiß, Hautfett, Sonnencreme und Staub setzen sich mit der Zeit zwischen Bandgliedern, an der Lünette und am Gehäuseboden fest. Eine regelmäßige Reinigung hält die Uhr ansehnlich und schont Haut und Dichtungen. Diese Anleitung zeigt, wie Sie Gehäuse und Metallband einer Automatikuhr sicher reinigen, was Sie vorher prüfen sollten, wann ein Ultraschallbad sinnvoll ist und welche Fehler Sie vermeiden. Für Uhren mit Lederband gibt es eigene Hinweise.

Vor der Reinigung: Wasserdichtigkeit prüfen

Prüfen Sie zuerst, wie wasserdicht Ihre Uhr ist. Die Angabe steht auf dem Boden oder dem Zifferblatt. Uhren mit 10 bar beziehungsweise 100 m und mehr vertragen in der Regel kurzes Abspülen unter dem Wasserhahn. Uhren mit 3 bar oder nur der Aufschrift wasserdicht reinigen Sie dagegen nur mit einem feuchten Tuch. Was die Werte bedeuten, zeigt der Wasserdichtigkeit-Decoder.

Bedenken Sie, dass Dichtungen altern. Eine Uhr, deren letzte Dichtheitsprüfung Jahre zurückliegt, ist möglicherweise nicht mehr so dicht wie angegeben. Im Zweifel reinigen Sie nur feucht.

Schritt für Schritt: Gehäuse und Metallband reinigen

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    Drücken Sie die Krone ganz ein. Eine verschraubte Krone drehen Sie handfest zu.

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    Füllen Sie eine Schale mit lauwarmem Wasser und geben Sie einen Tropfen milde Seife oder Spülmittel dazu.

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    Tauchen Sie eine weiche Zahnbürste in das Wasser und bürsten Sie Band, Gehäuseflanken, Lünette und Boden mit leichtem Druck. Zwischen den Bandgliedern und an den Bandanstößen sammelt sich der meiste Schmutz.

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    Spülen Sie die Uhr kurz unter lauwarmem, fließendem Wasser ab, sofern sie dafür wasserdicht genug ist.

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    Trocknen Sie Gehäuse und Band mit einem weichen Mikrofasertuch. Lassen Sie das Band offen liegen, bis auch die Zwischenräume trocken sind.

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    Polieren Sie das Glas zum Schluss mit einem sauberen, trockenen Tuch.

Hinweis:Bedienen Sie die Krone nie, solange die Uhr nass ist. Verwenden Sie kein heißes Wasser, keine Lösungsmittel, keinen Alkohol und keine Scheuermittel. Sie können Dichtungen, Beschichtungen und Leuchtmasse angreifen.

Warum der Uhrenkopf nicht ins Ultraschallbad gehört

Ein Ultraschallgerät löst Schmutz durch starke Schwingungen im Wasser. Für ein abgenommenes Metallband ist das ideal, weil es auch Rückstände zwischen den Gliedern erreicht. Den Uhrenkopf sollten Sie dagegen nicht hineinlegen.

Die Schwingungen belasten die Dichtungen an Krone, Boden und Glas und können Wasser durch kleinste Undichtigkeiten drücken. Außerdem werden sie auf das Werk übertragen, das für solche Belastungen nicht ausgelegt ist. Auch Lünetten mit Inlays, aufgesetzte Indizes und Leuchtmasse können leiden. Nehmen Sie das Band deshalb vor der Ultraschallreinigung ab.

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    Lösen Sie das Band mit einem Federstegwerkzeug oder über den Schnellwechsel, falls vorhanden.

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    Legen Sie nur das Band in das Gerät, mit Wasser und gegebenenfalls einem Tropfen Spülmittel.

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    Spülen Sie das Band danach mit klarem Wasser ab und trocknen Sie es gründlich.

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    Setzen Sie das Band wieder ein und prüfen Sie, ob beide Federstege sicher eingerastet sind.

Nach Salzwasser, Chlor und Sonnencreme

Spülen Sie eine Taucheruhr nach dem Baden im Meer oder im Schwimmbad mit klarem Süßwasser ab. Salz und Chlor setzen sich sonst unter der Lünette und zwischen den Bandgliedern fest. Drehen Sie die Lünette beim Abspülen einige Klicks, damit sich Rückstände lösen. Mehr zur Lünette erklärt Taucherlünette einstellen.

Sonnencreme und Insektenschutz können Kautschukbänder, Beschichtungen und Dichtungen angreifen. Waschen Sie die Uhr nach dem Urlaub deshalb gründlich mit milder Seifenlösung.

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Leder-, Textil- und Kautschukbänder

Wenn Sie das Band ohnehin abnehmen, lohnt ein Blick auf die Federstege. Sind sie verbogen oder rostig, sollten Sie sie tauschen. Wie Sie Uhren zwischen dem Tragen aufbewahren, erklärt Automatikuhr richtig lagern.

  • Leder: nie ins Wasser. Mit einem leicht feuchten Tuch abwischen und an der Luft trocknen lassen. Bei starker Verschmutzung hilft ein Lederpflegemittel nach Angaben des Herstellers.
  • Textil und NATO: abnehmen und mit lauwarmem Seifenwasser von Hand waschen, dann flach trocknen lassen.
  • Kautschuk und Silikon: mit Seifenwasser abwaschen, gut abspülen und trocknen. Keine Lösungsmittel verwenden.

Wann der Uhrmacher übernehmen sollte

Sehen Sie Feuchtigkeit oder Beschlag unter dem Glas, legen Sie die Uhr nicht auf die Heizung, sondern bringen Sie sie zeitnah zum Uhrmacher. Wasser im Gehäuse kann das Werk schnell schädigen. Auch Kratzer auf polierten Flächen, ein schwergängiges Band oder eine lockere Lünette gehören in Fachhände.

Viele Uhrmacher bieten bei der Revision oder separat eine professionelle Reinigung von Gehäuse und Band sowie eine Dichtheitsprüfung an. Für Taucheruhren, die oft im Wasser sind, wird eine regelmäßige Prüfung der Dichtungen empfohlen, häufig jährlich. Die Empfehlung Ihres Herstellers ist maßgeblich. Robuste Modelle für Wasser und Alltag finden Sie unter Taucheruhren bis 500 Euro.

Häufige Fragen

Kann ich meine Automatikuhr ins Ultraschallbad legen? Nur das abgenommene Metallband. Der Uhrenkopf gehört nicht hinein, weil Schwingungen Dichtungen und Werk belasten.

Wie oft sollte ich meine Uhr reinigen? Bei täglichem Tragen ist eine gründliche Reinigung alle paar Wochen sinnvoll, nach Meer, Schwimmbad oder Sport auch zwischendurch.

Darf ich die Uhr unter fließendem Wasser abspülen? Ja, wenn sie mindestens 10 bar oder 100 m wasserdicht ist, die Krone fest verschlossen ist und die Dichtungen in Ordnung sind. Sonst nur feucht abwischen.

Womit putze ich das Uhrglas? Mit einem weichen Mikrofasertuch. Bei Fettflecken hilft ein Hauch Wasser mit etwas Seife, danach trocken nachpolieren.

Was Sie dafür brauchen