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Vergleich

Automatik oder Solar: Eco-Drive und Co. gegen mechanische Werke

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Viele Käufer möchten keine Uhr, die alle paar Jahre eine neue Batterie braucht. Zwei Antriebe lösen das auf völlig unterschiedliche Weise: der mechanische Selbstaufzug und die lichtbetriebene Quarzuhr, bekannt vor allem durch Citizen Eco-Drive. Diese Seite erklärt beide Prinzipien, vergleicht Genauigkeit, Gangreserve, Wartung und Charakter und stellt zwei Citizen-Taucheruhren mit 200 m nebeneinander, eine mit Solar- und eine mit Automatikwerk.

Zwei Wege ohne Batteriewechsel

Bei einer Solaruhr sitzt unter dem Zifferblatt eine Solarzelle. Licht, auch Kunstlicht, erzeugt Strom und lädt einen Akku oder Kondensator. Dieser versorgt ein Quarzwerk. Die Uhr läuft damit so genau wie eine Quarzuhr und speichert genug Energie, um je nach Kaliber mehrere Monate im Dunkeln weiterzulaufen. Citizen nennt seine Technik Eco-Drive, Seiko vermarktet Solarwerke unter eigenem Namen, Casio unter Tough Solar.

Bei einer Automatikuhr spannt ein schwingender Rotor die Zugfeder, sobald Sie den Arm bewegen. Es gibt keine Elektronik. Die Energie reicht nach dem Ablegen für die Gangreserve des Werks, bei vielen gängigen Kalibern etwa 40 Stunden. Danach bleibt die Uhr stehen und muss aufgezogen und neu gestellt werden.

Genauigkeit und Gangreserve

Solaruhren laufen mit Quarzgenauigkeit, typisch sind Abweichungen von einigen Sekunden pro Monat. Funkgesteuerte Solaruhren gleichen die Zeit zusätzlich über ein Zeitzeichensignal ab. Eine mechanische Automatikuhr weicht dagegen täglich um einige Sekunden ab, bei Einstiegswerken auch um 10 bis 20 Sekunden und mehr, ohne dass ein Fehler vorliegt.

Bei der Gangreserve liegen Welten zwischen beiden Antrieben. Eine voll geladene Eco-Drive-Uhr überbrückt je nach Modell Monate, viele Modelle wechseln bei niedriger Ladung in einen Energiesparmodus und zeigen das zum Beispiel mit einem Sekundenzeiger, der in Zwei-Sekunden-Schritten springt. Eine Automatikuhr hält ohne Bewegung meist nur ein bis drei Tage durch.

Wartung und Lebensdauer

Eine Solaruhr braucht wenig Pflege. Der Akku ist auf eine lange Lebensdauer ausgelegt, lässt aber nach vielen Jahren nach und wird dann vom Fachbetrieb getauscht. Wichtig ist, die Uhr regelmäßig ans Licht zu lassen. Liegt sie monatelang in der Schublade, kann sie sich tief entladen und braucht dann längere Zeit in hellem Licht, bis sie wieder normal läuft.

Eine Automatikuhr braucht eine Revision, bei der das Werk zerlegt, gereinigt und neu geölt wird. Viele Hersteller nennen dafür Intervalle von grob fünf bis zehn Jahren, verbindlich ist die Angabe in der Anleitung des Herstellers. Bei Taucheruhren beider Antriebsarten sollten die Dichtungen regelmäßig geprüft werden, oft wird bei häufigem Wassereinsatz ein jährlicher Check empfohlen.

Hinweis:Legen Sie eine Solaruhr nicht zum Laden auf eine heiße Fensterbank oder unter eine starke Lampe aus nächster Nähe. Hohe Temperaturen schaden Werk und Dichtungen. Normales Tageslicht genügt.

Zwei Citizen-Taucheruhren im direkten Vergleich

Citizen baut beide Antriebsarten und bietet sie in ähnlichen Taucheruhren an. Die Citizen BN0150-61E nutzt Eco-Drive, die Promaster NY0040 ein mechanisches Automatikwerk. Beide sind laut Listing bis 200 m wasserdicht und haben Edelstahlgehäuse. Die Werte unten stammen aus den Produktangaben bei Amazon.

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Charakter: was Sie am Handgelenk merken

Der sichtbarste Unterschied ist der Sekundenzeiger. Bei der Solaruhr springt er im Sekundentakt, bei der Automatikuhr bewegt er sich in vielen kleinen Schritten pro Sekunde. Automatikwerke sind oft etwas höher gebaut, weil Rotor und Federhaus Platz brauchen. Solaruhren mit einfachem Zeigerwerk können flacher und leichter ausfallen.

Wer eine Uhr nur am Wochenende oder auf Reisen trägt, hat mit Solar weniger Aufwand: anlegen, Zeit stimmt. Wer die Uhr täglich trägt und Freude daran hat, dass ein mechanisches Werk ohne Strom läuft, wird mit einer Automatik glücklicher. Mehr zum Unterschied zwischen mechanischem Werk und Quarz finden Sie im Vergleich Automatikuhr oder Quarzuhr.

Vor- und Nachteile auf einen Blick

Für Taucheruhren mit Norm gilt: ISO 6425 regelt die Anforderungen an Taucheruhren unabhängig vom Antrieb. Wer mehr über die Angaben auf Boden und Zifferblatt wissen will, nutzt den Wasserdichtigkeit-Decoder. Automatik-Taucheruhren in allen Klassen finden Sie in unserer Übersicht Automatik-Taucheruhren.

Häufige Fragen

Braucht eine Solaruhr direktes Sonnenlicht? Nein. Tageslicht am Handgelenk oder helles Kunstlicht reicht meist aus. Wie lange eine Volladung dauert, steht in der Anleitung des jeweiligen Kalibers.

Ist Eco-Drive eine Automatikuhr? Nein. Eco-Drive ist ein Quarzwerk mit lichtgeladenem Akku. Der Begriff Automatik bezeichnet mechanische Uhren mit Selbstaufzug über einen Rotor.

Welche Uhr hält länger? Beide können Jahrzehnte halten. Ein mechanisches Werk lässt sich fast immer reparieren, beim Solarwerk werden Akku und gegebenenfalls Werkteile getauscht. Entscheidend sind Pflege und Ersatzteilversorgung des Herstellers.

Kann eine Solaruhr eine ISO-6425-Taucheruhr sein? Ja. Die Norm bewertet Wasserdichtigkeit, Ablesbarkeit, Lünette und weitere Punkte, nicht die Antriebsart. Die Citizen BN0150-61E trägt zum Beispiel die Bezeichnung Diver's.

Was Sie dafür brauchen

Quellen